Feedback-Kultur im Fachgeschäft

Wie du Kritik geben und annehmen kannst, ohne dass es persönlich wird

Veröffentlicht am: 17.2.2026
Autor/in: Placing-Me
Tags: #Augenoptik, #Hörakustik, #Mental Health, #Team & Zusammenarbeit, #Tipps
Lesezeit: Minuten

In diesem Artikel erfährst du, wie du im Arbeitsalltag konstruktives Feedback gibst, souverän damit umgehst, wenn du selbst kritisiert wirst, und was du tun kannst, wenn es mal emotional wird.


Warum Feedback im Fachgeschäft so wichtig ist

Enge Zusammenarbeit erfordert Offenheit

In Augenoptik und Hörakustik arbeitest du täglich mit Kunden und Kollegen im direkten Kontakt. Missverständnisse oder unausgesprochene Kritik stauen sich schnell auf – und können irgendwann eskalieren. Eine offene Feedback-Kultur sorgt dafür, dass kleine Spannungen gar nicht erst groß werden.

Feedback fördert die Weiterentwicklung

Egal ob Augenoptik Geselle, Hörakustik Meister oder Auszubildender – jeder profitiert davon, wenn Feedback gezielt eingesetzt wird: Du kannst deine Fachkenntnisse verbessern, deinen Umgang mit Kunden optimieren oder lernen, wie du besser mit Stresssituationen umgehst.

Arbeitgeber profitieren ebenfalls

Fachgeschäfte, in denen offen kommuniziert wird, haben meist zufriedenere Mitarbeiter und eine geringere Fluktuation. Arbeitgeber können so gezielter auf Bedürfnisse reagieren – zum Beispiel durch gezielte Augenoptik Fortbildung oder bessere Urlaubsregelungen im Hörakustik-Team.


Feedback geben: Klar, respektvoll und lösungsorientiert

1. Bleib bei dir – und bei den Fakten

Statt: „Du bist immer unfreundlich zu Kunden“ Besser: „Ich habe bemerkt, dass du gestern in der Beratung bei Frau Müller sehr kurz angebunden warst. Wollen wir schauen, woran das lag?“

So vermeidest du Vorwürfe und öffnest die Tür für ein Gespräch auf Augenhöhe.

2. Feedback direkt, aber nicht im Affekt

Warte nicht wochenlang – aber reagiere auch nicht impulsiv. Wenn dich etwas stört, sprich es zeitnah an, aber erst, wenn du ruhig genug bist, konstruktiv zu bleiben.

3. Erst loben, dann kritisieren

Eine beliebte Strategie ist der sogenannte „Feedback-Sandwich“: Lob – Kritik – Lob. Damit fühlt sich dein Gegenüber nicht überfahren und ist eher bereit, sich auf dein Feedback einzulassen.

4. Vorschläge statt Anweisungen

Kritik ist hilfreicher, wenn du sie mit einer Lösung verbindest: „Mir ist aufgefallen, dass du bei den Brillenabholungen oft gehetzt wirkst. Vielleicht könnten wir die Termine besser verteilen oder du nimmst dir bewusst 5 Minuten Puffer?“


Feedback annehmen: So bleibst du professionell – auch wenn es schwerfällt

1. Zuhören, nicht rechtfertigen

Auch wenn Kritik unfair oder überzogen wirkt: Lass dein Gegenüber ausreden. Wenn du sofort in den Verteidigungsmodus gehst, blockierst du den Dialog. Atme durch und höre erstmal zu.

2. Rückfragen stellen

„Kannst du mir ein konkretes Beispiel nennen?“ – Diese Rückfrage hilft dir, Feedback besser einzuordnen und zeigt deinem Kollegen, dass du offen bist.

3. Nicht alles persönlich nehmen

Gerade im stressigen Fachgeschäft-Alltag passiert es, dass Kritik schärfer rüberkommt, als sie gemeint ist. Frag dich: Geht es wirklich um mich als Person – oder um eine Situation, die einfach schiefgelaufen ist?

4. Bedanken und reflektieren

Ein einfaches „Danke für das Feedback“ wirkt souverän. Du musst nicht alles sofort umsetzen – aber es zeigt, dass du professionell mit Kritik umgehst.


Wenn Feedback zum Problem wird: Umgang mit toxischer Kritik

1. Wenn Kritik regelmäßig unfair oder verletzend ist

In kleinen Teams kann es vorkommen, dass bestimmte Kollegen ihre Frustration immer wieder an dir auslassen – getarnt als „Feedback“. Hier ist es wichtig, Grenzen zu setzen. Du kannst klar sagen: „So wie du das gerade gesagt hast, fühle ich mich angegriffen. Ich wünsche mir einen respektvolleren Ton.“

2. Hilfe von außen holen

Wenn ein Kollege oder Vorgesetzter regelmäßig übergriffig wird, solltest du das Gespräch mit einer neutralen Person suchen – zum Beispiel mit dem Inhaber, einem Betriebsrat oder einer externen Vermittlung.

3. Feedback vom Chef: professionell, aber nicht einseitig

Auch gegenüber dem Chef darfst du Feedback geben. Zum Beispiel: „Ich wünsche mir in Zukunft eine frühere Info zu den Samstagsdiensten, um besser planen zu können.“


Tipps für eine bessere Feedback-Kultur im Fachgeschäft

  • Führe regelmäßig kurze Feedback-Runden im Team ein (z. B. nach besonders stressigen Tagen oder bei Veränderungen im Ablauf)
  • Übe dich selbst in Selbstreflexion: Was lief heute gut? Was kann ich verbessern?
  • Mach Feedback zum festen Bestandteil von Teambesprechungen
  • Ermutige neue Kollegen von Anfang an, Fragen zu stellen und Rückmeldung zu geben

Fazit: Feedback ist kein Risiko, sondern eine Chance

Ob in der Augenoptik oder in der Hörakustik – eine gesunde Feedback-Kultur stärkt nicht nur die Stimmung im Team, sondern auch deine persönliche Entwicklung. Wenn du lernst, Kritik klar zu äußern und gelassen anzunehmen, wirst du im Job souveräner, entspannter und erfolgreicher.


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