Hörsturz - Auf einmal war alles still …

Die Ursachen für einen Hörsturz sind vielfältig und sollten ernst genommen werden.

Veröffentlicht am: 6.5.2022
Autor/in: Janine
Tags: #Fachbeiträge , #Hörakustik
Lesezeit: Minuten

Mit einem Mal ist es still. Es fühlt sich an, als habe man Watte im Ohr, außer einem Rauschen ist kaum was zu hören. So oder so ähnlich fühlt sich ein Hörsturz an. Erleidet man an einem Hörsturz, kann das für den Betroffenen sehr unangenehm sein. Er ist in Deutschland ein weitverbreitetes Phänomen, dessen Ursachen allerdings noch nicht eindeutig belegt sind. In diesem Artikel erfahrt ihr alles über das Thema Hörsturz, was man tun sollte und wie man ihm vorbeugen kann.

Ein Hörsturz, auch Ohrinfarkt genannt, ist wie ein Absturz des Gehörs. Von einem Hörsturz spricht man, wenn von jetzt auf gleich einseitige Hörprobleme bis hin zum Hörverlust auftreten und das ohne offensichtliche Ursache. Betroffene vergleichen das Gefühl eines Hörsturzes mit einem dumpfen Gefühl im Ohr – ähnlich wie Watte im Ohr. Außerdem kommen in vielen Fällen Ohrgeräusche und Schwindel hinzu. Einen Hörsturz sollte man immer ernst nehmen. Das Gehör normalisiert sich nach wenigen Stunden bis Tagen in etwa 50 Prozent der Fälle von ganz allein. Dennoch ist es ratsam, vorab einen HNO-Arzt aufzusuchen und den Hörsturz eventuell behandeln zu lassen.

Behandlung eines Hörsturzes

Bemerkt man einen Hörsturz, sollte schnellstmöglich ein HNO-Arzt aufgesucht werden, spätestens 24 Stunden nach erstmaligem Auftreten. Je früher man mit der Therapie beginnt, desto besser ist die Prognose. Zuerst muss die Durchblutung des Innenohrs gefördert werden. Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten. Diese sollten immer mit dem HNO abgesprochen werden!

  • Verabreichung von durchblutungsfördernden Medikamenten, da bei einem Hörsturz die Durchblutung gemindert oder gestört ist. Auch kann Kortison eingesetzt werden, um Schwellungen zu verhindern
  • Behandlung in einer Sauerstoffdruckkammer, dies stellt allerdings keine eindeutig wirksame Behandlung dar
  • Sollte der Hörsturz aufgrund einer bakteriellen Entzündung entstanden sein, können Antibiotika oder auch Ginkgo-Präparate helfen
  • Bei Übergewicht kann die Reduktion des Gewichtes und eine gesunde Ernährung Besserungen versprechen

Besteht der Hörsturz dauerhaft und das Gehör erholt sich nicht mehr, kann ein Hörgerät die Hörminderung wieder ausgleichen. Das Wichtigste in so einer Situation: Der Betroffene sollte unbedingt kürzer treten und sich erholen sowie Stress vermeiden. Sport ist dabei meist hilfreich.

Doch wie kommt es überhaupt zu einem Hörsturz? Stress ist vermutlich der größte Faktor, daher sollte man ab sofort Stress vermeiden. Es ist denkbar, dass er Entzündungen oder Durchblutungsstörungen im Ohr begünstigen kann. Darüber hinaus gibt es noch andere Ursachen, die für einen Hörsturz verantwortlich sein können:

  • Virusinfektion (z.B. Mumps, Herpes oder Windpocken)
  • Durchblutungsstörungen im Innenohr
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes)
  • Halswirbelsäulenerkrankungen (z.B. Schleudertrauma)
  • Entzündungen im Innenohr
  • Verklumpen des Blutes
  • Thrombose der Innenohrgefäße
  • Autoimmunprozesse

Anzeichen eines Hörsturzes

  • Meist einseitiges Auftreten, fast nie beidseitig
  • Druckgefühl und starkes Ohrensausen
  • Schlagartige Hörminderung ohne erkennbare Ursachen
  • Manchmal wird der Hörsturz von Schwindelgefühlen begleitet
  • Keine Ohrenschmerzen

Kann auch ich betroffen sein?

Schätzungsweise erleiden in Deutschland jährlich zwischen 160 und 400 Menschen pro 100.000 Einwohnern einen plötzlichen Hörverlust mit unterschiedlichen Schweregraden. Männer und Frauen sind dabei gleich häufig betroffen. Von den Altersgruppen her kann jeder davon betroffen sein. Im Kindesalter jedoch tritt der Hörsturz eher selten auf. Die meisten Erkrankungen treten um das 50. Lebensjahr auf. Wichtig ist daher: Ruhe und Entlastung vom Stress!

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