Verschiedene Charaktere in der Arbeitswelt -Der Pragmatiker & Der Helfer

Welcher Typ bist du? Teil 2

Veröffentlicht am: 22.10.2020
Autor/in: Chiara
Tags: #Augenoptik, #Hörakustik, #Tipps
Lesezeit: Minuten

Unsere Ausbildung hat uns auf viele fachliche Situationen vorbereitet und uns die Basis für alle Weiterbildungsmöglichkeiten gegeben. Aber was dabei nicht berücksichtigt wurde ist das richtige Einschätzen der Kollegen oder auch die richtige Wahrnehmung deiner selbst. Welche übergeordneten Charakterzüge besitzt der Kollege mit dem ich nicht so gut zurecht komme oder warum habe ich das Gefühl nicht verstanden zu werden? Wir geben dir deswegen einen Einblick in die Charakter-Typologie.

Der Pragmatiker

Die Dinge müssen für dich immer in einem vernünftigen „Preis-Leistungs-Verhältnis“ stehen. Du behältst immer den kühlen Kopf und befolgst strikt die Vorgaben. Außerdem bleibst du dir treu, dich zu verstellen liegt dir fern. Glückwunsch, du bist ein Pragmatiker!

Die Stärken

Der Pragmatiker ist sehr unkompliziert und arbeitet strukturiert und effizient. Er hat ein gesundes Selbstbewusstsein und betrachtet alles aus einem wirtschaftlichen Blickwinkel. In der Regel bewertet er/sie die Situation nach dem Nutzen-Faktor und agiert ruhig und überlegt. Auch auf Streitigkeiten lässt er sich selten ein, da es ihm zu kompliziert ist.

Die Schwächen

Kollegen können sich durch das reine nutzorientierte Agieren auf den Schlips getreten fühlen, da dem Pragmatiker in manchen Situationen das Fingerspitzengefühl fehlt. Er wirkt auch oft etwas kühl oder distanziert auf andere. Gefühlskonflikte kann er meist nicht so gut nachvollziehen.

Wie fördert man diese Mitarbeiter?

Pragmatiker unterstützt man am besten durch eine genaue Zielvorgabe, an denen sie sich orientieren können. Außerdem muss der ein oder andere auch mal auf seine Ausdrucksweise gegenüber den Kollegen sensibilisiert werden. Manche Situationen benötigen mehr Fingerspitzengefühl!

Ich bin ein Pragmatiker, wie gehe ich selber damit um?

Da ein Pragmatiker sehr unkompliziert ist, hast du es in der Arbeitswelt meist etwas leichter. Solange die Konditionen stimmen, bist du zufrieden. Dein Rat ist auch gerne mal gefragt, gerade weil du alles sehr pragmatisch siehst. Aber auch du musst dich das ein oder andere Mal etwas zurücknehmen und etwas mehr Feingefühl beweisen. Denn es kann sehr schnell bevormundend und auch verletzend sein, wenn du Situationen beurteilst die jemand anderes betreffen.


Der Helfer

Du arbeitest zuverlässig und stehst immer mit Rat und Tat deinen Kollegen zur Seite. Streitereien im Kollegium setzen dir zu und führen dazu das du dich unwohl fühlst. In schwierigen Situationen verlierst du auch mal den Überblick. Kollegen reden allerdings immer gerne mit dir, du hast meistens ein offenes Ohr für alle.

Die Stärken

Mitarbeiter mit dieser Typologie sind wie ein Bindeglied zwischen den anderen Charakterzügen. Der Helfer ist bedachter in seinem Handeln, meidet Konfliktsituationen und entschärft sogar so manche Situation. Zudem arbeitet er mit dem gewissen Feingefühl für schwierige Kunden und deckt somit alle Bereiche ab.

Die Schwächen

Der Helfer ist oft sensibel und kann sich in Diskussionen schon mal gekränkt fühlen. Er spricht eigene Probleme meist sehr spät an und ist schneller unzufrieden, weil er sich übergangen fühlt.

Wie fördert man diese Mitarbeiter?

Helfer sind wichtig für jedes Team und sollten nie fehlen. Man sollte ihnen allerdings von vornherein ein gutes und wertschätzendes Gefühl vermitteln. Eine Vertrauensbasis, in der offen kommuniziert werden kann muss zwingend gewährleistet sein. So wissen die Helfer, an wen sie sich wenden können, falls etwas nicht stimmt. Andere Mitarbeiter müssen wiederum auch sensibilisiert werden für ihre Wortwahl im Team.

Ich bin ein Helfer, wie gehe ich selber damit um?

Du bist ein sehr wichtiger Teil des Teams, sei dir dessen immer bewusst. Auch wenn du sehr hilfsbereit bist, heißt das nicht, dass du zurückstecken musst. Gesunder Egoismus ist etwas, das jeder haben sollte. Das hat nichts mit sturem Egoismus zu tun! Zudem solltest du Probleme offener ansprechen. Wenn andere nicht wissen, was dich stört oder was nicht so gut läuft, können sie auch nichts daran ändern.