Chef, das geht zu weit!

Sexismus vom Vorgesetzten und wie du dich wehrst

Veröffentlicht am: 25.3.2025
Autor/in: Placing-Me
Tag: #Tipps
Lesezeit: Minuten

Es gibt Situationen im Arbeitsleben, die sind besonders unangenehm: Wenn sexistische Bemerkungen oder gar Übergriffe vom eigenen Chef kommen. Das ist nicht nur verletzend, sondern kann auch Angst machen und das Arbeitsklima vergiften. Aber was tun, wenn der Chef zum Täter wird?

Wenn der Chef zum Täter wird: Formen von Sexismus

  • Abwertende Bemerkungen: „Frau Müller, mit dem Rock lenken Sie die Kunden aber ganz schön ab!“ Solche Sprüche sind nicht witzig, sondern entwürdigend.
  • Übergriffige Annäherungen: Der Chef berührt dich „zufällig“ am Arm oder versucht, dich zu einem Date einzuladen. Das ist sexuelle Belästigung.
  • Bevorzugung aufgrund des Geschlechts: Männer werden bei Beförderungen bevorzugt, weil der Chef meint, sie seien ja die „Brotverdiener“. Das ist Diskriminierung.
  • Direkte sexuelle Belästigung: Der Chef macht anzügliche Bemerkungen über dein Aussehen oder versucht, dich sexuell zu berühren. Das ist inakzeptabel und strafbar.

Wie du dich in solchen Momenten verhalten kannst

  • Sofort reagieren: Sage deutlich und bestimmt, dass du das nicht in Ordnung findest. „Chef, das ist unangemessen!“ oder „So rede ich nicht mit mir!“
  • Nicht allein: Sprich mit einer Vertrauensperson, einer/einem Freund/in oder einem Familienmitglied. Es tut gut, sich auszutauschen und Unterstützung zu bekommen.
  • Dokumentieren: Schreibe dir auf, was passiert ist, wann und wo. Notiere dir auch, ob es Zeugen gab.
  • Unterstützung suchen: Wende dich an den Personalrat, eine Gleichstellungsbeauftragte oder eine Antidiskriminierungsstelle.
  • Anwalt einschalten: Bei sexueller Belästigung oder Diskriminierung kannst du dich an einen Anwalt wenden und rechtliche Schritte prüfen.

Wann du Konsequenzen ergreifen solltest

Es gibt Situationen, in denen reicht es nicht, den Vorfall anzusprechen. Wenn der Chef…

  • …sich wiederholt sexistisch verhält.
  • …dich deswegen benachteiligt oder mobbt.
  • …dich gar sexuell belästigt oder bedroht.

In solchen Fällen solltest du unbedingt Konsequenzen ergreifen und dich wehren.

Schuldgefühle und Selbstzweifel

Es ist normal, wenn du dich in solchen Situationen unsicher fühlst oder gar Schuldgefühle hast. „Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich zu empfindlich?“ Lass dich davon nicht unterkriegen. Du bist nicht schuld! Der Täter ist dein Chef.

Der Punkt, an dem du gehen solltest

Manchmal gibt es keinen anderen Ausweg, als den Job zu wechseln. Wenn du dich am Arbeitsplatz nicht mehr sicher fühlst, wenn du unter den Folgen leidest oder wenn der Chef sich uneinsichtig zeigt, dann ist es Zeit, zu gehen.

Ein neuer Job als Chance

Auch wenn es schwerfällt, solltest du in Erwägung ziehen, dir einen neuen Job zu suchen. Deine mentale Gesundheit sollte immer an erster Stelle stehen. Ein Arbeitsplatz, an dem du dich sicher und respektiert fühlst, ist dein gutes Recht. Nutze die Möglichkeit, dich beruflich neu zu orientieren und eine positive Arbeitsumgebung zu finden.

Fazit

Sexismus am Arbeitsplatz, insbesondere durch den Chef, ist ein ernstes Problem. Du bist nicht allein und du hast das Recht, dich zu wehren. Informiere dich über deine Rechte und scheue dich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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