Kleine Fachgeschäfte: Persönlich, direkt, vertrauensbasiert
1. Der Chef sitzt dir persönlich gegenüber
In kleinen Betrieben ist das Vorstellungsgespräch oft Chefsache. Statt Personalabteilung und Bewerbungsprozess in mehreren Runden erwartet dich ein direkter Austausch mit dem Inhaber. Hier zählt der persönliche Eindruck oft mehr als ein perfekter Lebenslauf.
Worauf wird geachtet? - Zwischenmenschliche Passung: Der Chef will wissen, ob du ins Team passt. - Flexibilität und Eigenverantwortung: In kleinen Teams ist Allrounder-Mentalität gefragt. - Ehrlichkeit: Überzogene Gehaltsvorstellungen oder geschönte Angaben kommen selten gut an.
2. Typische Fragen im Gespräch
- Warum möchtest du in einem kleinen Team arbeiten?
- Wie gehst du mit stressigen Situationen im Kundenkontakt um?
- Was war dein größter Fehler im Job – und was hast du daraus gelernt?
- Welche Rolle willst du im Team übernehmen?
3. Vorbereitungstipps
- Informiere dich über das Geschäft, z. B. über Google oder Instagram.
- Überlege dir, was du konkret zum Team beitragen kannst.
- Sei authentisch und sympathisch, statt übertrieben professionell.
Große Ketten: Strukturiert, datenbasiert, HR-geprägt
1. Klare Prozesse und zentrale Ansprechpartner
In großen Unternehmen ist das Vorstellungsgespräch meist ein standardisierter Prozess – oft mit Beteiligung der Personalabteilung. Es kann sein, dass dein erster Kontakt nicht mit dem Filialleiter, sondern mit einem HR-Mitarbeiter stattfindet. Entscheidungsprozesse sind länger, aber auch transparenter.
Worauf wird geachtet? - Strukturiertes Auftreten: Dein Lebenslauf und dein Auftreten sollten zur Stellenanzeige passen. - Fachliche Kompetenz: Hier zählt, was du kannst – von Refraktion bis Otoplastik-Beratung. - Gehaltsrahmen und Vertragsdetails: Standardisierte Lohnbänder geben den Ton an.
2. Typische Fragen im Gespräch
- Wie gehen Sie mit Zielvorgaben und Umsatzdruck um?
- Welche Erfahrungen haben Sie mit Schulungen oder internen Fortbildungen gemacht?
- Wie stellen Sie sicher, dass Kunden sich bei Ihnen gut aufgehoben fühlen?
- Wo sehen Sie sich in 5 Jahren – z. B. als Hörakustik Meister oder Filialleiter?
3. Vorbereitungstipps
- Schau dir die Unternehmenswerte auf der Website an – Stichwort: Employer Branding.
- Bereite konkrete Beispiele vor (z. B. Erfolg bei einer schwierigen Kundenberatung).
- Rechne mit Rückfragen zu Lebenslauf, Fortbildungen, Lücken, Wechselmotiven.
Unterschiede im Gehaltsgespräch
Kleines Geschäft
- Du verhandelst meist direkt mit dem Chef.
- Spielraum ist individuell, hängt aber stark vom Budget ab.
- Argumentiere mit deiner Erfahrung, Flexibilität, Stammkundenbindung.
Große Kette
- Es gibt feste Gehaltsstrukturen für Hörakustik Geselle, Hörakustik Meister, Augenoptik Geselle oder Augenoptik Meister.
- Hier ist der Spielraum oft kleiner – aber es gibt Zusatzleistungen wie Fortbildung, Urlaubstage, Boni.
Tipp: Nutze einen aktuellen Gehaltsvergleich in der Hörakustik oder Augenoptik, um deinen Marktwert zu kennen. Das schafft Sicherheit im Gespräch.
Was in beiden Fällen zählt
Unabhängig vom Unternehmensformat achten Arbeitgeber in der Hörakustik und Augenoptik auf ähnliche Grundsätze:
- Kundenorientierung: Fachwissen ist wichtig – aber wie du mit Kunden sprichst, ist entscheidend.
- Teamfähigkeit: Ob drei Kollegen oder dreißig – es muss menschlich passen.
- Motivation: Warum willst du den Job – und warum genau bei diesem Unternehmen?
Fazit: Erkenne die Unterschiede – und nutze sie zu deinem Vorteil
Ob kleines Fachgeschäft oder große Kette – beide haben ihre Eigenheiten. Im kleinen Laden punktest du mit Persönlichkeit, im Konzern mit Professionalität. Am besten bereitest du dich auf beide Varianten gezielt vor und bleibst dabei du selbst. Wer seine Stärken kennt, klar kommuniziert und ehrlich auftritt, hat in jedem Bewerbungsgespräch gute Chancen.
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