Jobwechsel, ohne Brücken zu verbrennen

Wie du fair mit deinem aktuellen Arbeitgeber kommunizierst

Veröffentlicht am: 3.2.2026
Autor/in: Placing-Me
Lesezeit: Minuten

Ein beruflicher Neuanfang kann befreiend sein – doch der Abschied vom alten Job ist oft mit Unsicherheiten verbunden. Gerade in kleinen Teams, wie sie in der Augenoptik oder Hörakustik üblich sind, ist der Umgang mit dem Arbeitgeber sensibel. Du möchtest deinen Job wechseln, aber nicht im Streit gehen? In diesem Artikel erfährst du, wie du deinen Jobwechsel professionell und respektvoll kommunizierst – ohne Brücken zu verbrennen.

Warum eine faire Kommunikation beim Jobwechsel so wichtig ist

Ob als Augenoptik Geselle oder Hörakustik Meister – du hast Zeit, Energie und Fachwissen in deinen Job investiert. Auch wenn du dich für einen Jobwechsel entscheidest, ist es klug, dein berufliches Netzwerk intakt zu halten. Ein sauberer Abgang sorgt nicht nur für ein gutes Arbeitszeugnis, sondern bewahrt dir wichtige Kontakte – für Empfehlungen, spätere Bewerbungen oder künftige Stellenangebote.

Gerade in der Augenoptik und Hörakustik sind die Branchen eng vernetzt. Man begegnet sich wieder – auf Fortbildungen, Messen oder im neuen Job. Deshalb lohnt es sich, respektvoll zu gehen, selbst wenn der aktuelle Arbeitsplatz nicht (mehr) passt.

Die 6 Schritte zu einem sauberen Jobwechsel

1. Mach dir deine Gründe klar – bevor du sprichst

Bevor du deinen Arbeitgeber informierst, solltest du deine Motivation für den Wechsel für dich selbst klären. Willst du ein besseres Gehalt? Mehr Urlaub? Mehr Entwicklungsmöglichkeiten als Hörakustik Geselle oder Augenoptik Meister? Oder einfach raus aus dem aktuellen Umfeld?

Je klarer du deine Gründe kennst, desto souveräner kannst du sie kommunizieren – ohne deinem Chef Vorwürfe zu machen.

2. Den richtigen Zeitpunkt wählen

Warte nicht zu lange – aber informiere deinen Arbeitgeber auch nicht zu früh. Sobald dein neuer Vertrag unterschrieben ist, solltest du zeitnah das Gespräch suchen. So zeigst du Fairness und gibst dem Arbeitgeber genug Zeit für Nachbesetzung oder Übergabe.

Achte auf einen ruhigen Moment, z. B. ein Einzelgespräch außerhalb des Kundenbetriebs. Ein Gespräch zwischen Tür und Angel führt selten zu einem guten Ergebnis.

3. Das Gespräch gut vorbereiten

Plane deine Worte vorab. Nenne deine Gründe sachlich, vermeide Schuldzuweisungen und bleib professionell. Formulierungen wie:

  • „Ich habe das Gefühl, mich in eine andere Richtung entwickeln zu wollen.“
  • „Ich möchte neue Erfahrungen sammeln, die in meinem aktuellen Umfeld nicht möglich sind.“
  • „Ich habe mich nach langer Überlegung entschieden, den nächsten Karriereschritt zu gehen.“

… wirken klar, ohne anzugreifen.

4. Bleib wertschätzend – auch wenn du innerlich schon weg bist

Auch wenn du im Kopf schon beim nächsten Hörakustik Stellenangebot oder Augenoptik Bewerbung bist: Bleib im Gespräch respektvoll. Bedanke dich für das Vertrauen, die Entwicklungsmöglichkeiten oder die Erfahrungen – selbst wenn nicht alles positiv war.

Ein freundlicher Abgang sagt viel über deine Professionalität aus. Und: Dein Chef ist vielleicht nicht begeistert, aber er wird deine Haltung im besten Fall respektieren.

5. Biete eine saubere Übergabe an

Signalisiere, dass du bis zum letzten Arbeitstag dein Bestes gibst. Biete an, eine geordnete Übergabe zu machen, z. B.:

  • Kundenakten sauber zu dokumentieren
  • Laufende Aufträge abzuschließen
  • Kollegen einzuarbeiten

Das zeigt Loyalität – und wird oft mit einem guten Arbeitszeugnis belohnt.

6. Verabschiede dich auch vom Team bewusst

In kleinen Teams in der Augenoptik oder Hörakustik kann ein Abgang Wellen schlagen. Informiere deine Kollegen persönlich und nicht über den Flurfunk. Auch hier gilt: Kein Lästern, keine Kritik – bleib professionell.

Wenn du magst, kannst du ein kleines Abschiedsgeschenk oder ein paar ehrliche Worte hinterlassen. Das stärkt deine persönliche Marke und hält die Tür offen – falls du irgendwann zurückkommen willst.

Sonderfall: Kündigung wegen Gehalt oder fehlender Entwicklung

Ein häufiger Wechselgrund ist das Gehalt. Wenn du z. B. merkst, dass dein Hörakustik Gehalt oder Augenoptik Lohn weit unter dem Branchendurchschnitt liegt, ist ein Wechsel nachvollziehbar. Nutze zur Vorbereitung gern einen Gehaltsvergleich Augenoptik oder Gehaltsvergleich Hörakustik, um deine Argumente zu stärken – oder um selbst Klarheit zu bekommen.

Auch fehlende Perspektiven – z. B. wenn du als Augenoptik Geselle keine Fortbildungsmöglichkeit bekommst oder als Hörakustik Meister keine Entwicklung siehst – können gute Gründe sein. Wichtig ist: Formuliere das sachlich und lösungsorientiert.

Typische Fehler beim Jobwechsel – und wie du sie vermeidest

  • Den Chef überrumpeln: Kündigung zwischen zwei Kunden und ohne Vorwarnung? Keine gute Idee. Nimm dir Zeit für ein ruhiges Gespräch.
  • Alles schlecht reden: Auch wenn du schlechte Erfahrungen gemacht hast – dein Abgang ist nicht der Ort für eine Abrechnung.
  • Zu spät Bescheid geben: Wenn du erst kurz vor Schluss kündigst, gefährdest du die Übergabe. Das wirkt unprofessionell.
  • Lästern im Kollegenkreis: Auch wenn du vertraut bist mit Kollegen – sprich nicht schlecht über Chef oder Firma. Das fällt oft auf dich zurück.

Fazit: Gehe respektvoll – und gestalte deinen Neustart aktiv

Ein Jobwechsel ist oft ein mutiger, aber richtiger Schritt. Wenn du deine Entscheidung klar kommunizierst, sachlich bleibst und ein gutes Übergabeverhalten zeigst, kannst du den Wechsel professionell gestalten – ohne verbrannte Erde.

Gerade in der Augenoptik und Hörakustik ist der Ruf wichtig. Und dein Netzwerk begleitet dich oft länger als gedacht. Nutze die Chance, dich positiv zu verabschieden – und mach deinen nächsten Schritt mit Rückenwind.

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