Von der Augenoptik zur Hörakustik (und umgekehrt)

Warum sich der Wechsel lohnen kann

Veröffentlicht am: 29.1.2026
Autor/in: Placing-Me
Lesezeit: Minuten

Wenn’s beruflich knirscht – lohnt sich ein Blick über den Tellerrand

Du hast deine Ausbildung in der Augenoptik oder Hörakustik gemacht, bist Geselle oder Meister und fragst dich: War’s das jetzt? Vielleicht spürst du Unzufriedenheit im aktuellen Beruf oder suchst einfach nach einem neuen Impuls in deiner Karriere. Was viele nicht wissen: Ein Wechsel zwischen Augenoptik und Hörakustik ist möglich – und bietet spannende Chancen.

In diesem Artikel erfährst du, warum ein solcher Wechsel Sinn machen kann, wie die Lernkurve aussieht, welche Vorteile (und Herausforderungen) dich erwarten – und wie du diesen Schritt strategisch angehst.

1. Motivation: Warum überhaupt wechseln?

Es gibt viele Gründe, den Weg in die „Schwestersparte“ zu suchen:

1.1 Du willst mehr verdienen

In der Hörakustik liegt das durchschnittliche Gehalt oft etwas höher als in der Augenoptik – vor allem nach der Ausbildung. Wenn du also bereits Geselle oder Meister bist und über einen Wechsel nachdenkst, kann ein besseres Gehalt in der Hörakustik ein starkes Argument sein. Nutze unbedingt einen Gehaltsvergleich Hörakustik vs. Augenoptik, um konkrete Zahlen für dich zu prüfen.

1.2 Du suchst neue Herausforderungen

Beide Berufe sind beratungsintensiv, handwerklich und technisch – aber sie unterscheiden sich auch deutlich. Die Hörakustik erfordert mehr medizinisch-technisches Wissen, die Augenoptik hat einen stärkeren Fokus auf Mode und Sehanalyse. Wenn du Abwechslung suchst, kann der Wechsel frischen Wind bringen.

1.3 Du willst langfristige Kundenbeziehungen

In der Hörakustik begleitest du deine Kunden oft über viele Jahre hinweg. Diese enge Betreuung spricht viele Augenoptiker an, die mehr Tiefe in der Kundenbindung suchen.

1.4 Du bist unzufrieden im aktuellen Betrieb

Manchmal liegt der Wunsch nach Veränderung gar nicht am Beruf, sondern am Chef, den Kollegen oder den Arbeitsbedingungen. Ein Branchenwechsel kann dir neue Perspektiven eröffnen – ohne wieder ganz von vorne anzufangen.

2. Was du mitbringst – und was du lernen musst

2.1 Dein Vorteil: Vieles ist ähnlich

Augenoptiker und Hörakustiker bringen viele gemeinsame Grundlagen mit:

  • Beratungskompetenz
  • Technisches Verständnis
  • Handwerkliches Geschick
  • Erfahrung im Verkauf
  • Geduld im Umgang mit (älteren) Kunden

Diese Fähigkeiten sind in beiden Berufen gefragt – ein klarer Vorteil beim Wechsel.

2.2 Unterschiede in der Praxis

Trotz vieler Parallelen unterscheiden sich die Berufe auch deutlich:

Bereich Augenoptik Hörakustik
Messung Refraktion, Sehstärkenprüfung Hörtest, Sprachaudiometrie
Hilfsmittel Brillen, Kontaktlinsen Hörgeräte, Otoplastiken
Kundenkontakt häufig kurz, eher modisch geprägt langfristig, medizinischer Fokus
Technik eher optisch, Schleifen & Anpassen Programmieren, Akustik verstehen

2.3 Lernaufwand je nach Richtung

  • Von der Augenoptik zur Hörakustik: Du musst medizinische Grundlagen des Hörens, Audiogramme und die Hörgeräteprogrammierung lernen. Viele Akustikbetriebe bieten hierfür Schulungen an. Eine Umschulung oder der Einstieg als Quereinsteiger ist möglich.

  • Von der Hörakustik zur Augenoptik: Hier liegt die Herausforderung stärker im Bereich Refraktion und Modebewusstsein. Dafür punktest du mit Technikverständnis und Geduld – besonders im Umgang mit anspruchsvollen Kunden.

3. Vorteile eines Wechsels

3.1 Mehr Gehalt, mehr Verantwortung

Viele Betriebe in der Hörakustik zahlen überdurchschnittlich – gerade im Außendienst oder in der Leitung kleiner Filialen. Auch in der Augenoptik findest du Arbeitgeber, die innovative Weiterbildungen oder spezialisierte Stellen (z. B. Myopie-Management) anbieten.

3.2 Mehr Optionen auf dem Arbeitsmarkt

Wenn du beide Branchen kennst, machst du dich als Fachkraft deutlich attraktiver. Das erhöht deine Chancen bei der Jobsuche – besonders bei großen Arbeitgebern oder in Regionen mit Fachkräftemangel.

3.3 Beruflicher Neustart ohne „von vorne anzufangen“

Ein kompletter Branchenwechsel ist oft hart. Innerhalb der Gesundheitsberufe zu wechseln ist einfacher – du bleibst in einem vertrauten Umfeld, nutzt aber neue Chancen.

4. Herausforderungen & Nachteile

4.1 Eingeschränkte Anerkennung

Ein Hörakustik Geselle wird nicht automatisch als Augenoptik Geselle anerkannt – und umgekehrt. Für manche Tätigkeiten brauchst du also Weiterbildungen oder eine neue Ausbildung.

4.2 Neue Fachbegriffe & Systeme

Wer von einer Branche zur anderen wechselt, muss sich auf neue Fachbegriffe, Softwarelösungen und Dokumentationen einstellen. Anfangs kann das überfordernd wirken – gibt sich aber mit etwas Zeit.

4.3 Unterschiedliche Kundenansprache

In der Augenoptik stehen oft Stil, Aussehen und Mode im Vordergrund. In der Hörakustik ist der Umgang sensibler, da viele Kunden mit dem Thema Hören emotional belastet sind.

5. So bereitest du den Wechsel vor

5.1 Informiere dich gründlich

Sprich mit Kollegen, die den Wechsel schon gemacht haben. Informiere dich über Stellenangebote, Fortbildungen und den Ablauf einer Umschulung. Plattformen wie Placing-Me bieten hier gute Einblicke.

5.2 Probetag machen

Ein Tag im anderen Berufsfeld gibt dir mehr Klarheit als jeder Blogartikel. Viele Arbeitgeber sind offen für Schnuppertage – besonders, wenn du schon eine abgeschlossene Ausbildung mitbringst.

5.3 Bewerbungsstrategie anpassen

Stell in deiner Bewerbung heraus, welche Stärken du aus dem Ursprungsberuf mitbringst – und zeige, dass du bereit bist zu lernen. Erwähne Fortbildungen, Eigenrecherche oder Praxiserfahrung.

5.4 Sei geduldig mit dir selbst

Ein Wechsel braucht Zeit. Die ersten Monate können anstrengend sein – aber lohnen sich langfristig.

Fazit: Augen auf für neue Perspektiven

Der Wechsel von der Augenoptik zur Hörakustik – oder andersherum – ist keine Seltenheit mehr. Er bietet neue Chancen, bessere Karriereoptionen und kann dir den beruflichen Neustart ermöglichen, den du suchst. Mit einer guten Vorbereitung, realistischen Erwartungen und einem offenen Mindset bist du bestens gewappnet.

Jetzt bist du dran

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