Du bist Augenoptiker oder Hörakustiker und auf der Jobsuche? Dann weißt du: Der Arbeitsmarkt ist heiß umkämpft, aber gleichzeitig sind qualifizierte Fachkräfte gefragt wie nie. Ob du als Geselle deine erste Stelle antrittst, als Meister den nächsten Karriereschritt planst oder nach besseren Konditionen beim Gehalt suchst – deine Bewerbung ist deine Eintrittskarte. Doch selbst erfahrene Fachkräfte machen immer wieder die gleichen Fehler, die ihre Chancen auf das perfekte Stellenangebot schmälern. In diesem Artikel erfährst du, welche typischen Fehler in Bewerbungen von Augenoptikern und Hörakustikern immer wieder auftauchen und wie du sie gezielt vermeidest, um bei deinem Traumarbeitgeber zu punkten.
Die häufigsten Bewerbungsfehler – und wie du sie vermeidest
1. Standardisierte Anschreiben ohne Bezug zur Branche
Einer der gravierendsten Fehler: Du verwendest ein allgemeines Anschreiben, das genauso gut für jede andere Branche gelten könnte. Arbeitgeber in der Augenoptik und Hörakustik suchen nach Bewerbern, die ihre Leidenschaft für das Fach zeigen und die spezifischen Anforderungen verstehen.
Was du falsch machst: Du schreibst Floskeln wie “Ich bin teamfähig und belastbar” ohne konkreten Bezug zu deiner Tätigkeit als Augenoptiker oder Hörakustiker.
So machst du es richtig: Zeige deine Fachkompetenz! Erwähne konkret, welche Tätigkeiten dir besonders liegen. Als Augenoptik Geselle könntest du schreiben: “Die Refraktion und Anpassung von Kontaktlinsen bereitet mir besondere Freude, da ich hier meine technischen Kenntnisse mit meinem Gespür für Kundenwünsche verbinden kann.” Als Hörakustik Meister könntest du deine Expertise in der Audiometrie oder bei der Anpassung moderner Hörsysteme hervorheben. Je spezifischer du wirst, desto überzeugender wirkst du.
2. Fehlende Informationen zu Qualifikationen und Fortbildungen
In der Augenoptik und Hörakustik sind kontinuierliche Weiterbildung und aktuelle Zertifizierungen entscheidend. Trotzdem vergessen viele Bewerber, ihre Fortbildungen prominent zu platzieren.
Was du falsch machst: Deine Ausbildung zum Augenoptik Gesellen oder Hörakustik Gesellen erwähnst du zwar, aber deine Fortbildungen versteckst du im Kleingedruckten oder lässt sie ganz weg.
So machst du es richtig: Erstelle einen eigenen Abschnitt für deine Qualifikationen. Hast du eine Augenoptik Fortbildung zu Gleitsichtgläsern absolviert? Eine Hörakustik Fortbildung zu Cochlea-Implantaten? Bist du zertifiziert für bestimmte Messsysteme oder Hörgeräte-Hersteller? Liste diese Kompetenzen klar auf. Arbeitgeber wissen, dass solche Spezialisierungen deinen Wert für das Unternehmen steigern – und das kann sich auch positiv auf dein Gehalt auswirken.
3. Unklare oder unrealistische Gehaltsvorstellungen
Das Thema Gehalt ist heikel, aber wichtig. Viele Bewerber machen hier Fehler, die ihre Chancen mindern oder sie unter Wert verkaufen.
Was du falsch machst: Du gibst entweder gar keine Gehaltsvorstellung an (wenn danach gefragt wird) oder nennst eine Zahl ohne Recherche, die entweder viel zu hoch oder zu niedrig liegt.
So machst du es richtig: Informiere dich vorab über das übliche Augenoptik Gehalt oder Hörakustik Gehalt in deiner Region und für deine Qualifikation. Ein Augenoptik Meister verdient naturgemäß mehr als ein frisch ausgelernte Geselle. Nutze Gehaltsvergleich-Tools, um realistische Spannen zu ermitteln. Wenn du eine Gehaltsvorstellung angibst, formuliere sie flexibel: “Auf Basis meiner Qualifikation als Hörakustik Meister und meiner fünfjährigen Berufserfahrung liegt meine Gehaltsvorstellung bei X Euro brutto jährlich. Ich bin jedoch offen für ein Gespräch über das Gesamtpaket inklusive weiterer Benefits wie Fortbildungsmöglichkeiten und Urlaubsregelungen.”
4. Fehlender Bezug zum spezifischen Arbeitgeber
Du bewirbst dich bei einem inhabergeführten Fachgeschäft genauso wie bei einer großen Filialoptik-Kette – mit identischen Unterlagen. Das wirkt lieblos und zeigt mangelndes Interesse.
Was du falsch machst: Dein Anschreiben beginnt mit “Sehr geehrte Damen und Herren” und enthält keine einzige Information über das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst.
So machst du es richtig: Recherchiere den Arbeitgeber! Schaue dir die Website an, lies Bewertungen, informiere dich über die Unternehmensphilosophie. Erwähne im Anschreiben konkret, was dich an diesem Unternehmen reizt. Beispiel: “Ihre Spezialisierung auf Kinderbrillen und die damit verbundene einfühlsame Beratung entspricht genau der Richtung, in die ich meine Augenoptik Karriere entwickeln möchte.” Solche Sätze zeigen echtes Interesse und heben dich von der Masse ab.
5. Lückenhafte oder veraltete Bewerbungsunterlagen
Dein Lebenslauf endet vor zwei Jahren, dein Foto ist zehn Jahre alt, und deine E-Mail-Adresse lautet “partymaus99@provider.de”. All das sendet die falschen Signale.
Was du falsch machst: Du aktualisierst deine Unterlagen nicht regelmäßig und unterschätzt die Bedeutung eines professionellen ersten Eindrucks.
So machst du es richtig: Halte deinen Lebenslauf stets aktuell. Jede Station deiner beruflichen Laufbahn sollte lückenlos dokumentiert sein. Nutze ein aktuelles, professionelles Foto und eine seriöse E-Mail-Adresse. Wenn du mehrere Jahre beim gleichen Arbeitgeber warst, beschreibe, wie sich deine Verantwortung entwickelt hat. Hast du als Augenoptik Geselle begonnen und später Auszubildende angeleitet? Erwähne es! Solche Details zeigen Entwicklung und Engagement.
6. Vernachlässigung der digitalen Präsenz
Immer mehr Arbeitgeber schauen sich auch deine Online-Präsenz an – LinkedIn, Xing oder sogar Social Media. Ein ungepflegtes Profil kann negative Eindrücke hinterlassen.
Was du falsch machst: Dein Xing-Profil ist seit Jahren nicht aktualisiert, oder deine öffentlichen Social-Media-Beiträge zeigen dich in unprofessionellen Situationen.
So machst du es richtig: Pflege deine beruflichen Netzwerke. Aktualisiere dein LinkedIn- oder Xing-Profil mit denselben Informationen wie in deinem Lebenslauf. Vernetze dich mit Kollegen aus der Augenoptik und Hörakustik. Überprüfe deine Privatsphäre-Einstellungen auf anderen Plattformen. Ein professionelles Online-Profil kann dir sogar dabei helfen, von Arbeitgebern direkt angesprochen zu werden.
7. Keine Vorbereitung auf branchenspezifische Fragen
Die Bewerbung ist geschrieben, aber dann kommt das Vorstellungsgespräch – und du bist nicht auf typische Fragen vorbereitet, die in der Augenoptik und Hörakustik gestellt werden.
Was du falsch machst: Du kannst nicht erklären, wie du mit schwierigen Kundenberatungen umgehst oder welche aktuellen Trends in der Branche du verfolgst.
So machst du es richtig: Bereite dich auf branchenspezifische Szenarien vor. Überlege dir Beispiele aus deinem Berufsalltag: Wie gehst du vor, wenn ein Kunde mit seiner Brille unzufrieden ist? Wie erklärst du einem älteren Menschen die Vorteile moderner Hörsysteme? Zeige, dass du am Puls der Zeit bist: Kennst du die neuesten Gleitsichtglas-Technologien? Weißt du über aktuelle Entwicklungen bei Im-Ohr-Hörsystemen Bescheid? Solches Fachwissen überzeugt im Gespräch.
8. Unrealistische Erwartungen an Zusatzleistungen
Du forderst im ersten Gespräch 35 Tage Urlaub, vollständige Übernahme aller Fortbildungskosten und einen Firmenwagen – ohne deine Leistungsbereitschaft zu verdeutlichen.
Was du falsch machst: Du stellst Forderungen in den Vordergrund, statt erst einmal zu zeigen, was du dem Unternehmen bietest.
So machst du es richtig: Bringe erst zur Sprache, welchen Mehrwert du als Fachkraft mitbringst. Natürlich sind Augenoptik Urlaub, Hörakustik Urlaub und andere Benefits wichtig – aber positioniere sie als Teil einer Win-Win-Situation. Beispiel: “Mir ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung wichtig. Gibt es in Ihrem Unternehmen Möglichkeiten für Augenoptik Fortbildungen oder Hörakustik Fortbildungen, die ich wahrnehmen könnte?” So zeigst du Interesse an langfristiger Zusammenarbeit.
9. Fehlende Konkretisierung des Karrierewunsches
Du schreibst, dass du dich “beruflich weiterentwickeln” möchtest – aber was bedeutet das konkret?
Was du falsch machst: Du bleibst vage bei deinen Zielen und lässt den Arbeitgeber im Unklaren darüber, wo du in drei bis fünf Jahren stehen möchtest.
So machst du es richtig: Formuliere klare Ziele für deine Karriere. Möchtest du vom Augenoptik Gesellen zum Augenoptik Meister aufsteigen? Strebst du eine Filialleitung an? Interessierst du dich für Spezialisierungen wie Sportoptik oder pädiatrische Hörakustik? Wenn Arbeitgeber erkennen, dass du ambitioniert bist und deine Karriere planst, wirkt das motivierend und zeigt, dass du langfristig denkst. Das signalisiert Stabilität und Engagement.
10. Mangelhafte Rechtschreibung und Grammatik
Das mag banal klingen, aber Rechtschreibfehler gehören immer noch zu den häufigsten Bewerbungsfehlern.
Was du falsch machst: Du verschickst deine Bewerbung, ohne sie gründlich Korrektur zu lesen, oder verlässt dich allein auf die Rechtschreibprüfung.
So machst du es richtig: Lies deine Bewerbung mehrmals durch. Lass sie idealerweise von einer anderen Person gegenlesen. Achte besonders auf branchenspezifische Begriffe – “Refraktion”, “Audiometrie”, “Gleitsichtglas” – und stelle sicher, dass sie korrekt geschrieben sind. Eine fehlerfreie Bewerbung zeigt Sorgfalt und Professionalität.
Zusätzliche Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung
Nutze moderne Bewerbungsformen
Immer mehr Unternehmen in der Augenoptik und Hörakustik setzen auf digitale Bewerbungsprozesse. Informiere dich, ob eine Online-Bewerbung oder sogar eine Bewerbung per Video gewünscht ist. Zeige dich flexibel und technologieoffen.
Betone deine Soft Skills authentisch
Neben der fachlichen Kompetenz sind in der Augenoptik und Hörakustik soziale Fähigkeiten essentiell. Du arbeitest täglich mit Kunden, die oft unsicher sind oder Beratung zu sensiblen Themen wie Sehschwäche oder Hörverlust benötigen. Beschreibe konkret, wie du empathisch berätst und Vertrauen aufbaust.
Timing ist wichtig
Bewirb dich zeitnah auf ein Hörakustik Stellenangebot oder Augenoptik Stellenangebot. Verzögerungen von mehreren Wochen signalisieren mangelndes Interesse. Gleichzeitig solltest du nicht überstürzt handeln – eine gründlich vorbereitete Bewerbung schlägt eine schnelle, aber lieblose.
Zeige Bereitschaft zum Jobwechsel transparent
Wenn du einen Jobwechsel anstrebst, sei ehrlich über deine Gründe – natürlich in positiver Formulierung. Statt zu sagen “Mein aktueller Chef ist furchtbar”, könntest du formulieren: “Ich suche nach neuen Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten, die mein aktueller Arbeitgeber nicht bieten kann.”
Fazit
Eine erfolgreiche Bewerbung in der Augenoptik und Hörakustik erfordert mehr als nur einen Lebenslauf und ein Anschreiben. Du musst deine fachliche Kompetenz klar kommunizieren, deine Fortbildungen und Spezialisierungen hervorheben und zeigen, dass du die Branche verstehst. Vermeide die typischen Fehler wie standardisierte Anschreiben, fehlende Gehaltsrecherche oder mangelnde Vorbereitung auf branchenspezifische Themen. Mit einer individuellen, sorgfältig vorbereiteten Augenoptik Bewerbung oder Hörakustik Bewerbung hebst du dich von anderen Bewerbern ab und erhöhst deine Chancen auf dein Wunsch-Stellenangebot erheblich. Ob du als Geselle deine erste Position antrittst, als Meister nach besseren Konditionen beim Gehalt und Lohn suchst oder deine Karriere auf das nächste Level heben möchtest – eine durchdachte Bewerbung ist der Schlüssel zum Erfolg.
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