“Könnten Sie nicht noch schnell…?” – “Das dauert doch nur fünf Minuten!” – “Ich weiß, es ist schon nach Ladenschluss, aber…” Kennst du diese Sätze? Als Arbeitnehmer in der Augenoptik oder Hörakustik bist du täglich mit hohen Erwartungen konfrontiert: von Kunden, die deine Zeit und Geduld oft unterschätzen, und von Arbeitgebern, die Umsatzziele und Effizienz im Blick haben. Dazwischen stehst du – mit deinem Fachwissen, deiner Serviceorientierung und dem Wunsch, es allen recht zu machen. Doch wo bleibt dabei dein eigenes Wohlbefinden? In diesem Artikel erfährst du, wie du professionell und freundlich Grenzen setzen kannst, ohne deine Kundenorientierung zu verlieren oder deine Karriere zu gefährden. Denn eines ist klar: Nur wer auf sich selbst achtet, kann langfristig gute Arbeit leisten – egal ob als Augenoptik Geselle, Hörakustik Meister oder in einer anderen Position.
Warum Grenzen setzen so wichtig ist
Bevor wir zu den konkreten Strategien kommen, lass uns darüber sprechen, warum das Thema Grenzen setzen überhaupt so relevant ist – besonders in unserer Branche.
Die Gefahr des Ausbrennens
Die Augenoptik und Hörakustik sind Berufe mit hoher emotionaler und fachlicher Anforderung. Du arbeitest mit Menschen, die oft verunsichert sind, Ängste haben oder besondere Bedürfnisse mitbringen. Gleichzeitig erwartet dein Arbeitgeber, dass die Zahlen stimmen, dass Kunden zufrieden sind und dass die Abläufe reibungslos funktionieren. Diese Doppelbelastung kann zu Überlastung führen – und langfristig zum Burnout.
Typische Warnzeichen: - Du fühlst dich ständig erschöpft, auch nach freien Tagen - Du nimmst Arbeit emotional mit nach Hause - Du kannst nachts nicht abschalten oder schläfst schlecht - Du bist gereizt oder fühlst dich leer - Du hast das Gefühl, nie genug zu tun oder nie gut genug zu sein
Wenn du dich in mehreren Punkten wiedererkennst, ist es höchste Zeit, an deinen Grenzen zu arbeiten.
Die Kosten des “Ja-Sagens”
Viele von uns wurden so erzogen, hilfsbereit und freundlich zu sein. Das ist eine wunderbare Eigenschaft – aber nur, wenn sie nicht auf deine eigene Kosten geht. Wenn du immer Ja sagst, passiert Folgendes:
- Deine eigene Arbeitszeit verlängert sich ständig (unbezahlte Überstunden)
- Deine eigenen Bedürfnisse (Pausen, Erholung, Privatleben) werden vernachlässigt
- Deine Arbeitsqualität leidet, weil du unter Dauerdruck stehst
- Andere gewöhnen sich daran, dass du immer verfügbar bist
- Du verlierst den Respekt – paradoxerweise, denn wer keine Grenzen setzt, wird oft weniger ernst genommen
Grenzen setzen gegenüber Kunden: Freundlich, aber bestimmt
Situation 1: Der Kunde ohne Termin zur Stoßzeit
Es ist Freitagnachmittag, das Geschäft ist voll, alle Termine sind ausgebucht. Ein Kunde betritt den Laden: “Ich brauche ganz schnell eine neue Brille, meine ist kaputt!”
Falsche Reaktion: “Oh je, das ist schlecht. Okay, ich schaue mal, was ich machen kann…” Du versuchst, den Kunden irgendwie dazwischenzuschieben, gerätst unter Stress, lässt andere Kunden warten und ärgerst dich hinterher über dich selbst.
Richtige Reaktion mit klarer Grenze: “Das tut mir leid zu hören. Ich verstehe, dass das für Sie unangenehm ist. Aktuell sind wir komplett ausgebucht, und ich möchte Ihnen eine gründliche Beratung bieten, die Sie verdienen. Ich kann Ihnen einen Termin für morgen früh anbieten, oder wenn es wirklich dringend ist, kann ich schauen, ob wir in zwei Stunden einen Slot haben. Was wäre Ihnen lieber?”
Warum das funktioniert: - Du zeigst Verständnis und Empathie - Du erklärst sachlich die Situation - Du bietest konkrete Alternativen an - Du bleibst freundlich, aber bestimmt - Du schützt deine Arbeitsqualität und die Erfahrung deiner bereits wartenden Kunden
Situation 2: Der “Das dauert doch nur fünf Minuten”-Kunde
Ein Stammkunde kommt fünf Minuten vor Ladenschluss: “Ich brauche nur schnell eine Kontaktlinsen-Nachbestellung. Geht ganz schnell!”
Falsche Reaktion: Du seufzt innerlich, bleibst aber noch eine halbe Stunde länger im Geschäft. Dein Feierabend verschiebt sich, dein Partner wartet zuhause, und du bist frustriert.
Richtige Reaktion mit klarer Grenze: “Gerne helfe ich Ihnen! Da wir in wenigen Minuten schließen und ich heute pünktlich gehen muss, können wir das jetzt leider nicht mehr in Ruhe machen. Ich möchte sicherstellen, dass Sie die richtigen Linsen erhalten. Wie wäre es, wenn Sie morgen früh vorbeikommen? Das dauert dann wirklich nur zehn Minuten, und wir können alles korrekt erfassen.”
Falls der Kunde wirklich dringend Hilfe braucht, könntest du auch sagen: “Wenn es wirklich sehr eilig ist, kann ich die Bestellung für morgen vorbereiten, aber dafür bräuchte ich Ihre Daten jetzt schnell. Wir müssen aber in fünf Minuten wirklich durch sein.”
Wichtiger Punkt: Pünktlicher Feierabend ist kein Luxus, sondern dein Recht. Du musst dich nicht rechtfertigen, warum du nach Dienstschluss gehen möchtest. Natürlich gibt es Ausnahmen – echte Notfälle. Aber “Ich habe es vergessen” oder “Ich hatte keine Zeit” sind keine Notfälle, die du mit deiner Freizeit kompensieren musst.
Situation 3: Der überzogene Rabatt-Wunsch
Ein Kunde hat sich für eine hochwertige Gleitsichtbrille entschieden und fragt dann: “Bei meiner alten Optikerin habe ich immer 30% Rabatt bekommen. Das machen Sie doch sicher auch, oder?”
Falsche Reaktion: Du fühlst dich unter Druck gesetzt und gewährst einen Rabatt, der eigentlich nicht vertretbar ist – nur um den Verkauf nicht zu verlieren. Dein Arbeitgeber ist später nicht begeistert.
Richtige Reaktion mit klarer Grenze: “Ich verstehe, dass Ihnen der Preis wichtig ist. Unsere Preise sind fair kalkuliert und basieren auf hochwertigen Produkten und unserer fachlichen Beratung. Einen Rabatt von 30% kann ich leider nicht anbieten. Was ich Ihnen anbieten kann, ist ein Pflegeset im Wert von X Euro kostenlos dazu und unsere Premium-Versicherung für das erste Jahr.”
Warum das funktioniert: - Du bleibst professionell und erklärst deine Position - Du bietest einen Mehrwert, ohne deine Marge zu zerstören - Du zeigst, dass du Verhandlungsbereitschaft hast, aber Grenzen kennst - Du schützt die Interessen deines Arbeitgebers und deine eigene Glaubwürdigkeit
Situation 4: Der anspruchsvolle Kunde, der deine Fachkompetenz anzweifelt
“Im Internet steht aber etwas anderes!” – “Bei meinem letzten Optiker wurde das anders gemacht!” Solche Aussagen können frustrierend sein, besonders wenn du als Augenoptik Geselle oder Hörakustik Geselle noch relativ neu im Beruf bist.
Falsche Reaktion: Du fühlst dich angegriffen, wirst unsicher oder defensiv: “Na ja, vielleicht… ich bin mir nicht sicher…”
Richtige Reaktion mit klarer Grenze: “Ich verstehe, dass Sie das verunsichert. Es gibt im Internet viele verschiedene Informationen, nicht alle davon sind fachlich korrekt. Meine Empfehlung basiert auf meiner Ausbildung, meiner Erfahrung und den aktuellen fachlichen Standards. Ich erkläre Ihnen gerne genau, warum ich zu dieser Einschätzung komme.” Dann erklärst du sachlich und ruhig deine Vorgehensweise.
Falls der Kunde hartnäckig bleibt: “Wenn Sie sich bei meiner Einschätzung unsicher fühlen, kann ich gerne einen Kollegen oder unseren Meister hinzuziehen für eine Zweitmeinung.”
Wichtig: Du darfst deine Fachkompetenz selbstbewusst vertreten. Du hast eine Augenoptik Ausbildung oder Hörakustik Ausbildung absolviert, vielleicht sogar Fortbildungen gemacht. Dein Wissen ist wertvoll, und du musst es nicht ständig rechtfertigen.
Situation 5: Der Kunde, der zu viel Privates erzählt
Manche Kunden nutzen die Beratung als Gelegenheit für ausführliche Lebensgeschichten. Während Empathie wichtig ist, kannst du nicht 45 Minuten über die Enkelkinder eines Kunden sprechen, wenn andere warten.
Falsche Reaktion: Du hörst höflich zu, während dein Terminplan explodiert und dein Stresslevel steigt.
Richtige Reaktion mit klarer Grenze: “Das freut mich sehr für Sie! Ihre Enkelkinder klingen wunderbar. Ich möchte aber sicherstellen, dass wir heute alles für Ihre Hörsysteme besprechen können. Darf ich Ihnen noch ein paar wichtige Fragen stellen?” Oder: “Vielen Dank, dass Sie das mit mir teilen. Ich muss jetzt aber weitermachen, damit ich auch für meine nächsten Kunden genug Zeit habe. Ich hoffe, Sie haben Verständnis.”
Grenzen setzen gegenüber dem Arbeitgeber und Vorgesetzten
Situation 1: Ständige Überstunden
Dein Arbeitgeber erwartet regelmäßig, dass du länger bleibst – oft kurzfristig angekündigt. Deine Augenoptik Urlaub oder Hörakustik Urlaub Planung wird dadurch unmöglich, dein Privatleben leidet.
Falsche Reaktion: Du sagst jedes Mal Ja, bist frustriert, aber traust dich nicht, etwas zu sagen. Irgendwann kündigst du innerlich oder suchst heimlich nach einem Jobwechsel.
Richtige Reaktion mit klarer Grenze: Suche ein ruhiges Gespräch mit deinem Vorgesetzten. “Ich möchte mit Ihnen über die Überstunden sprechen. In den letzten Wochen habe ich mehrmals länger gearbeitet. Ich bin grundsätzlich bereit, bei echten Notfällen zu helfen, aber ich brauche auch Planbarkeit für mein Privatleben. Können wir gemeinsam schauen, wie wir die Arbeitslast besser verteilen oder ob zusätzliches Personal nötig ist?”
Wichtig: Dokumentiere deine Überstunden. Wenn diese nicht ausgeglichen oder bezahlt werden, ist das ein ernstes Problem. Dein Gehalt oder Lohn sollte deine tatsächliche Arbeitszeit widerspiegeln.
Situation 2: Unrealistische Erwartungen
Dein Chef erwartet, dass du als Augenoptik Geselle die gleichen komplexen Anpassungen durchführst wie ein Augenoptik Meister – ohne entsprechende Fortbildung oder Erfahrung.
Falsche Reaktion: Du versuchst es trotzdem, fühlst dich überfordert und machst möglicherweise Fehler, die dich belasten.
Richtige Reaktion mit klarer Grenze: “Ich verstehe, dass Sie möchten, dass ich diese Aufgabe übernehme. Ich fühle mich aber aktuell nicht ausreichend qualifiziert dafür und möchte keine Fehler riskieren, die dem Kunden oder unserem Geschäft schaden. Gibt es die Möglichkeit, dass ich eine Augenoptik Fortbildung oder Hörakustik Fortbildung in diesem Bereich mache? Oder kann ein erfahrener Kollege mich zunächst anleiten?”
Warum das funktioniert: - Du zeigst Verantwortungsbewusstsein - Du schützt dich selbst und das Unternehmen - Du zeigst Bereitschaft zur Weiterentwicklung - Du kommunizierst deine Grenzen konstruktiv
Situation 3: Fehlende Wertschätzung
Du leistest gute Arbeit, aber Anerkennung gibt es nicht. Gleichzeitig weißt du durch einen Gehaltsvergleich Augenoptik oder Gehaltsvergleich Hörakustik, dass du unterbezahlt bist.
Falsche Reaktion: Du leidest still, wirst demotiviert und deine Arbeitsqualität sinkt – oder du kündigst überhastet ohne Gespräch.
Richtige Reaktion mit klarer Grenze: Bereite ein Mitarbeitergespräch vor. Sammle Fakten: Welche Erfolge hast du erzielt? Welche zusätzlichen Aufgaben hast du übernommen? Wie hat sich deine Qualifikation entwickelt (Fortbildungen, Spezialisierungen)?
Im Gespräch: “Ich möchte mit Ihnen über meine berufliche Entwicklung sprechen. In den letzten zwei Jahren habe ich X Fortbildungen absolviert, Y zusätzliche Verantwortung übernommen und Z Kundenzufriedenheit erreicht. Ich fühle mich in meiner Position wohl, würde aber gerne über eine Anpassung meines Gehalts sprechen, die meine Leistung und den Marktwert widerspiegelt.”
Falls die Reaktion negativ ist: Du hast dann wertvolle Information gewonnen. Wenn dein Arbeitgeber nicht bereit ist, deine Leistung angemessen zu honorieren, kannst du eine informierte Entscheidung über einen möglichen Jobwechsel treffen. Manchmal ist ein Wechsel des Arbeitgebers die gesündeste Grenze, die du setzen kannst.
Situation 4: Druck bei Krankheit
Du bist krank, aber dein Chef ruft an: “Es ist so stressig heute. Kannst du nicht wenigstens für ein paar Stunden kommen?”
Falsche Reaktion: Du schleppst dich krank zur Arbeit, steckst vielleicht Kollegen an und verschlimmerst deinen Zustand.
Richtige Reaktion mit klarer Grenze: “Ich verstehe, dass es stressig ist, aber ich bin krankgeschrieben und muss mich auskurieren. Es würde nichts bringen, wenn ich jetzt komme und dann nächste Woche noch länger ausfalle. Ich hoffe, Sie finden eine Lösung für heute.”
Rechtlicher Hinweis: Wenn du krankgeschrieben bist, musst du nicht arbeiten – Punkt. Das ist keine Verhandlungssache. Deine Gesundheit geht vor.
Praktische Strategien zum Grenzen setzen
Die “Sandwich-Methode”
Verpacke dein Nein zwischen zwei positive Aussagen: 1. Verständnis/Wertschätzung: “Ich verstehe, dass das wichtig ist…” 2. Klare Grenze: “…aber ich kann das heute leider nicht machen…” 3. Alternative/Lösung: “…ich kann Ihnen aber X anbieten oder wir können Y machen.”
Die “Broken Record”-Technik
Bei hartnäckigen Kunden oder Vorgesetzten: Wiederhole freundlich, aber bestimmt deine Position. “Wie gesagt, das ist heute leider nicht möglich.” – “Ich verstehe Ihre Situation, aber wie bereits erwähnt…” Diese Technik zeigt, dass du nicht eingeknickt wirst.
Die Pause-Taste
Du musst nicht sofort antworten. “Lassen Sie mich kurz überlegen” oder “Darf ich morgen darauf zurückkommen?” gibt dir Zeit, eine durchdachte Antwort zu formulieren, statt impulsiv Ja zu sagen.
Klare Arbeitszeiten kommunizieren
Mache transparent, wann du verfügbar bist und wann nicht. “Ich bin von X bis Y Uhr da. Danach bin ich nicht mehr erreichbar.” Das ist besonders wichtig bei Handy-Nummern oder E-Mail-Kommunikation außerhalb der Arbeitszeit.
Prioritäten setzen lernen
Nicht alles ist gleich wichtig. Frage dich: Ist das wirklich dringend? Ist das meine Verantwortung? Was passiert, wenn ich Nein sage? Diese Fragen helfen dir, sinnvolle von sinnlosen Grenzüberschreitungen zu unterscheiden.
Die Angst vor Konsequenzen: Was passiert wirklich?
Viele Arbeitnehmer haben Angst, Grenzen zu setzen, weil sie negative Konsequenzen befürchten. Lass uns realistisch schauen:
Angst: “Mein Chef wird sauer sein.”
Realität: Ein guter Arbeitgeber respektiert gesunde Grenzen. Wenn dein Chef wirklich sauer wird, weil du nicht ständig Überstunden machst oder auch mal Nein sagst, ist das ein Warnsignal über die Unternehmenskultur – nicht über dich.
Angst: “Kunden werden sich beschweren.”
Realität: Die meisten Kunden verstehen professionelle Grenzen, wenn du sie freundlich und mit Alternativen kommunizierst. Die wenigen, die das nicht akzeptieren, sind oft auch jene, die generell schwierig sind.
Angst: “Ich werde als unflexibel oder nicht teamfähig gesehen.”
Realität: Wahre Teamfähigkeit bedeutet auch, auf sich selbst zu achten. Ein ausgebrannter Mitarbeiter ist langfristig keine Hilfe für das Team. Außerdem: Wer ständig Ja sagt, wird nicht als teamfähig, sondern als ausnutzbar wahrgenommen.
Angst: “Ich gefährde meine Karriere.”
Realität: Das Gegenteil ist der Fall. Menschen, die klar kommunizieren und für ihre Bedürfnisse einstehen, werden respektiert. Das ist eine Führungsqualität. Wenn du später als Hörakustik Meister oder in einer Leitungsposition arbeiten möchtest, sind genau diese Fähigkeiten gefragt.
Wenn die Situation ausweglos erscheint: Zeit für Veränderung?
Manchmal liegt das Problem nicht an dir, sondern an der Arbeitsumgebung. Wenn du feststellst, dass: - Dein Arbeitgeber gesunde Grenzen systematisch missachtet - Die Unternehmenskultur toxisch ist - Deine Gesundheit leidet, egal wie gut du Grenzen setzt - Deine Bemühungen um Work-Life-Balance auf Unverständnis stoßen - Dein Gehalt trotz Leistung und Gesprächen nicht angepasst wird
…dann kann ein Jobwechsel die gesündeste Entscheidung sein. Das ist keine Niederlage, sondern ein Zeichen von Selbstfürsorge und Professionalität.
Bei der Jobsuche solltest du dann aktiv nach Arbeitgebern suchen, die Work-Life-Balance und Mitarbeiterwohlbefinden wertschätzen. Fragen im Vorstellungsgespräch wie “Wie gehen Sie mit Überstunden um?” oder “Welche Maßnahmen gibt es zur Mitarbeitergesundheit?” geben dir wichtige Hinweise.
Selbstfürsorge als Grundlage für gute Arbeit
Grenzen setzen ist keine Egoismus, sondern Selbstfürsorge – und die ist essentiell für langfristige Leistungsfähigkeit. Nur wenn es dir gut geht, kannst du auch gut für andere da sein. Das gilt sowohl für Kunden als auch für dein Team.
Konkrete Selbstfürsorge-Strategien:
Pausen ernst nehmen: Deine Pause ist kein Verhandlungsspielraum. Nutze sie zum echten Abschalten, nicht zum Checken von Arbeitsmails.
Feierabend ist Feierabend: Schalte gedanklich ab. Das gelingt nicht immer perfekt, aber du kannst Rituale entwickeln, die dir helfen (Sport, Musik, ein bestimmter Podcast auf dem Heimweg).
Urlaub planen und nehmen: Dein Augenoptik Urlaub oder Hörakustik Urlaub ist wichtig. Plane ihn rechtzeitig und lehne es ab, ihn zu verschieben, außer bei echten Notfällen.
Professionelle Hilfe suchen: Wenn du merkst, dass du überfordert bist, ist das keine Schwäche. Gespräche mit einem Coach oder Therapeuten können helfen, Strategien zu entwickeln.
Netzwerk nutzen: Tausche dich mit Kollegen aus der Branche aus. Wie gehen andere mit ähnlichen Situationen um? Manchmal hilft es zu wissen, dass man nicht allein ist.
Die langfristigen Vorteile von Grenzen
Menschen, die gesunde Grenzen setzen: - Haben bessere psychische und physische Gesundheit - Sind langfristig leistungsfähiger und motivierter - Werden von anderen mehr respektiert - Haben erfüllendere berufliche Beziehungen - Machen erfolgreicher Karriere, weil sie sich nicht verausgaben - Sind zufriedener im Job und im Leben
Grenzen setzen ist also nicht nur kurzfristig wichtig, sondern eine Investition in deine gesamte Karriere in der Augenoptik oder Hörakustik.
Fazit
Grenzen setzen gegenüber Kunden und dem Chef ist keine Unhöflichkeit oder Zeichen mangelnder Professionalität – es ist eine notwendige Fähigkeit, um langfristig im Beruf bestehen zu können. In der Augenoptik und Hörakustik, wo Serviceorientierung großgeschrieben wird, vergessen wir oft, dass auch unsere eigenen Bedürfnisse wichtig sind. Du kannst freundlich, empathisch und kundenorientiert sein und trotzdem klare Grenzen haben. Die Kunst liegt darin, diese Grenzen professionell zu kommunizieren: mit Verständnis für die Situation des anderen, aber mit Festigkeit in deiner Position. Ob es um überzogene Kundenwünsche, unrealistische Erwartungen deines Arbeitgebers oder ständige Überstunden geht – du hast das Recht und die Pflicht, auf dich selbst zu achten. Denn nur ein Arbeitnehmer, der nicht ausgebrannt ist, kann langfristig exzellente Arbeit leisten. Setze Grenzen, kommuniziere klar und investiere in dein Wohlbefinden. Deine Karriere, deine Gesundheit und deine Lebensqualität werden es dir danken.
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