Nachhaltigkeit in der Augenoptik und Hörakustik

Was im Alltag wirklich umsetzbar ist

Veröffentlicht am: 24.2.2026
Autor/in: Placing-Me
Lesezeit: Minuten

Nachhaltigkeit ist längst mehr als nur ein Trend. Auch in der Augenoptik und Hörakustik wächst das Bewusstsein dafür, Ressourcen zu schonen, Müll zu vermeiden und den eigenen Arbeitsalltag klimafreundlicher zu gestalten. Doch was ist im stressigen Fachgeschäftsalltag überhaupt realistisch? Und welche kleinen Schritte können wirklich etwas verändern? In diesem Artikel bekommst du konkrete Ideen, wie du im Beruf als Hörakustik Geselle, Augenoptik Meister oder Auszubildender nachhaltiger arbeiten kannst – ohne dabei deinen ganzen Arbeitsrhythmus umkrempeln zu müssen.

Warum Nachhaltigkeit in Augenoptik und Hörakustik relevant ist

In beiden Branchen wird täglich mit Materialien, Verpackungen und technischen Geräten gearbeitet – oft Einwegprodukte, oft energieintensiv. Gleichzeitig bist du im engen Kontakt mit Kunden und kannst mit gutem Vorbild vorangehen. Die wichtigsten Gründe, warum Nachhaltigkeit auch für dich ein Thema sein sollte:

  • Ressourcenschonung: Jedes Watt, jeder Karton, jede nicht bestellte unnötige Ware spart langfristig Rohstoffe.
  • Vorbildfunktion: Du bist als Fachkraft Ansprechpartner und Vertrauensperson – nachhaltige Tipps oder Hinweise kommen bei vielen Kunden gut an.
  • Kostenreduktion: Weniger Verbrauch = weniger Kosten. Viele Maßnahmen schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch das Budget des Geschäfts.
  • Zukunftssicherung: Nachhaltigkeit wird für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zunehmend ein Kriterium bei der Jobwahl, auch in Augenoptik und Hörakustik.

Nachhaltige Ansätze im Fachgeschäft – konkret & machbar

1. Verpackungen reduzieren & wiederverwenden

  • Verzichte auf doppelte Verpackung bei Kontaktlinsen, Zubehör oder Hörgerätebatterien.
  • Nutze Mehrwegboxen für Reparaturversand oder interne Lagerung.
  • Biete Kunden an, eigene Etuis mitzubringen oder Brillen in Papier statt Plastik zu verpacken.
  • Recycel Kartonagen systematisch – oft sind Lager voll mit ungenutztem Verpackungsmaterial.

2. Materialien bewusst einkaufen

  • Beziehe Brillenfassungen oder Hörgeräte von Herstellern, die nachhaltige Linien führen oder recyclebare Materialien einsetzen.
  • Frag bei deinem Arbeitgeber nach, ob es alternative Lieferanten gibt, die umweltfreundlicher verpacken oder CO₂-neutral versenden.
  • Prüfe Batterien und Pflegemittel auf Umweltzeichen oder lange Haltbarkeit.

3. Strom und Geräte sinnvoll nutzen

  • Schalte Schleifmaschinen, Heißluftföhne oder Trocknungsgeräte ab, wenn sie nicht gebraucht werden.
  • LED-Beleuchtung im Verkaufsraum spart Energie – sprech das aktiv im Team an, wenn noch Halogenlampen genutzt werden.
  • Auch Hörgeräteanpassungen können effizienter ablaufen: Software-Updates, Testgeräteverwaltung und gezielte Nutzung helfen, Ressourcen zu sparen.

4. Nachhaltige Kundenkommunikation

  • Biete digitale Rechnungen oder Erinnerungen an (z. B. für neue Batterien oder Sehtests).
  • Ermutige Kunden, alte Brillen oder Hörgeräte zurückzugeben – viele lassen sich weiterverwenden oder recyceln.
  • Kläre Kunden freundlich über nachhaltige Produkte oder Materialien auf, ohne belehrend zu wirken.

5. Eigene Arbeitswege & Pausen nachhaltiger gestalten

  • Komm – wenn möglich – zu Fuß, mit dem Rad oder per ÖPNV.
  • Nutze eine nachhaltige Trinkflasche statt täglich Coffee-to-go.
  • Achte auf Mülltrennung im Pausenraum – gerade Verpackungen von Snacks, Einwegbecher oder PET-Flaschen sammeln sich schnell.

Nachhaltigkeit mit dem Team besprechen

Du kannst nicht alles allein umsetzen – aber du kannst Impulse setzen. In kleinen Teams wie in vielen Augenoptik- und Hörakustikgeschäften lohnt es sich, regelmäßig gemeinsam über nachhaltige Ideen zu sprechen:

  • Schlag eine “Green Wall” im Pausenraum vor, auf der Ideen gesammelt werden.
  • Regt im Teammeeting an, Lieferketten oder Produkte nachhaltiger zu gestalten.
  • Testet gemeinsam neue Wege – etwa Kundenumfragen zu nachhaltiger Verpackung oder eine “bring your own case”-Woche.

Was Arbeitgeber tun können – und du anstoßen kannst

Auch Arbeitgeber in der Hörakustik und Augenoptik sind gefragt. Viele wissen gar nicht, wie viel Nachhaltigkeit ihnen Punkte bei Bewerbern oder Kunden bringen könnte. Stichworte, die du anregen kannst:

  • Kooperation mit nachhaltigen Herstellern
  • Umstellung auf Grünstrom
  • Schulungen zur nachhaltigen Produktberatung
  • Mitarbeiterrabatte für ÖPNV oder Fahrrad
  • Reduzierung von Einwegprodukten im Alltag

Gerade wenn du dich aktuell im Job nicht mehr wohlfühlst oder über einen Jobwechsel nachdenkst, kann Nachhaltigkeit auch ein Argument für einen neuen Arbeitgeber sein – viele Unternehmen profilieren sich über genau dieses Thema.

Fazit: Kleine Schritte – große Wirkung

Nachhaltigkeit in der Augenoptik und Hörakustik muss nicht anstrengend sein. Wenn du achtsam mit Energie, Verpackung und Materialien umgehst, kannst du bereits viel verändern – auch wenn du „nur“ Geselle oder Auszubildender bist. Und wer weiß: Vielleicht inspirierst du dein Team oder sogar deinen Arbeitgeber langfristig zu mehr Veränderung.

Dein nächster Schritt?

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